Des Weiteren ließ das Dynamo-Trainer-Duo seinen Worten (auf die Jugend zu setzen) auch Taten folgen. So standen mit Kevin Frühauf und Dmitrij Altengof zwei 17-Jährige in der Startelf. Ihnen konnten die Trainer nach dem Spiel eine gute Leistung bescheinigen.

Beide Mannschaften standen sich in ihrer Vereinsgeschichte zum ersten Mal gegenüber. So wusste auch das prominente Krieschower Trainer-Duo Holger Fandrich/Olaf Besser (beide ehemals Energie Cottbus) nicht so recht, was sie in Eisenhüttenstadt erwartet. Trainer Liedtke verwies auf die Statistik der Krieschower in der zurückliegenden Saison, in der die Gäste in 30 Punktspielen lediglich einmal den Platz als Verlierer verlassen mussten - was alles über die Stärke dieser Mannschaft aussagt.

Dementsprechend begann die Partie verhalten und beide Seiten belauerten sich zunächst. In der 10. Minute setzte Kevin Frühauf mit einem Schuss aus 22 Meter das erste Achtungszeichen und Dynamo wurde mit zunehmender Spieldauer stärker. Nach einer tollen Angriffskombination über Daniel Friedrich und Kevin Frühauf kam Alexander Schönfeld frei im Strafraum zum Ball. Doch die Latte war im Weg und verhinderte die Dynamo-Führung. Danach folgte eine unglückliche Situation. Nach einem Kopfballduell zwischen Alexander Schönfeld und Ralf Pehla musste der Krieschower mit einer klaffenden Platzwunde vom Platz.

In der 29. Minute spielten sich Benjamin Freist und Dmitrij Altengof über Rechts durch. Letzterer passte quer auf den freistehenden Daniel Friedrich, doch dieser scheiterte aussichtsreich am Krieschower Keeper Peter Behnisch. Kurz darauf kreuzten die Gäste erstmals richtig gefährlich vor dem Dynamo-Gehäuse auf. Nach einem Einwurf düpierte Stefan Wollermann die Dynamo-Abwehr, verzog aber etwas überhastet. Dynamo blieb die Antwort nicht schuldig. Friedrich zog einfach mal ansatzlos aus 18 Meter ab, traf aber nur das Außennetz. Nur eine Minute später zog der flinke Frühauf auf der rechten Außenbahn auf und davon und wurde rüde im Strafraum umgestoßen. Leider blieb der fällige Elfmeterpfiff aus.

In der 43. Minute kratzte ein Krieschower Abwehrspieler einen Kopfball von Christian Wulff für seinen geschlagenen Keeper von der Linie. Und nur eine Minute später lenkte der starke Peter Behnisch mit einer tollen Parade einen Kopfball von Schönfeld über die Latte. So blieb es beim aus Dynamo-Sicht unbefriedigenden Remis zur Pause.

Danach kam Krieschow besser ins Spiel und hatte in der 48. Minute durch Tim Richter die Riesenmöglichkeit zur Führung , als er Sebastian Grummt bereits umspielt hatte, den Ball aber nicht im leeren Tor unterbringen konnte. Nur eine Minute später konnten die Gäste dann aber doch jubeln. Stefan Wollermann bestrafte eine Leichtfertigkeit und schoss aus Nahdistanz zur Führung ein.

Danach brauchten die Gastgeber eine ganze Weile, um dieses Negativerlebnis zu verarbeiten. Und wieder war es der flinke Frühauf, der das Signal zur Aufholjagd setzte. Nach einem beherzten Flankenlauf brachte er den Ball hoch in den Strafraum auf Schönfeld, doch dieser hatte einfach kein Abschlussglück. Abermals kratzte ein Gästespieler seinen Kopfball aus Nahdistanz mit letztem Einsatz von der Linie.

In der 65. Minute wurde Frühauf mit einem Pass auf die Reise, der vor seinem Gegenspieler nach Innen kreuzte und den Ball aus acht Metern zum Ausgleich einschob.

In der 80. Minute legte der unermüdlich rackernde Wulff für Frühauf vor, doch dieser scheiterte mit seinem Abschluss am sensationell haltenden Behnisch. Nur eine Minute später entschied André Ihrke auf Handelfmeter für Dynamo. Wieder hieß das Duell Behnisch gegen Frühauf. Und wieder blieb der Krieschower Torhüter Sieger. Und dann schlug die alte Fußball Weisheit zu: Machst du vorne keinen, kriegst du hinten einen. Bei einem Pass in den Strafraum rutschte Dynamo-Kapitän Benjamin Bartz unglücklich aus und holte seinen Gegenspieler von den Beinen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kevin Karow sicher zum 1:2 für die jubelnden Gäste.

Dynamo: Grummt - Klippenstein, Bartz, Altengof - Frühauf, Weniger (66. Schwagerick), Wulff, Freist - Schönfeld (80. Nolten), Friedrich

Krieschow: Behnisch - Matthieu, Lischka, Schreck, Krüger (75. Lowitz) - Pehla (29. Suppan) - Noack, Karow, Zimmer, Richter - Wollermann

Schiedsrichter: André Ihrke (Berlin). Zuschauer: 108